Nur noch 18 Tage, dann läuft Janis Stielow zu seinem ersten Länderspiel für die U 15 des Deutschen Basketball-Bundes auf. Geregelt hat der 15-jährige Lüneburger aber schon jetzt, dass er in der kommenden Saison für die Herren des MTV Bad Bevensen Lüneburg in der 2. Regionalliga auf Korbjagd gehen wird. "Mich bringt das auf jeden Fall weiter", meint Stielow, der vom 11. bis 16. August bei einem Vierländerturnier in Schweden zum Kader von Bundestrainer Kay Blümel gehören wird. Janis Stielow hat Talent - und unbändigen Ehrgeiz. Es gibt kaum einen Tag, den der Gymnasiast nicht mit Basketball verbringt. Vor einem Jahr wurde er mit der U 14 der Hittfeld Sharks deutscher Meister, jetzt erreichte er mit den Hamburger Piraten die Zwischenrunde der JBBL, der Bundesliga für U-16-Teams. Für die Piraten wird er weiterhin spielen, dazu auch für die U 18 des VfL Pinneberg. "In der letzten Saison habe ich für bis zu fünf Mannschaften gespielt", erzählt Janis, der bei den Pinneberger Oberliga-Herren in acht Spielen auf 73 Punkte kam.
"Der logische nächste Schritt ist der Sprung in die 2. Regionalliga", meint Sven Schroeder, der das Training der MTV-Herren bis zum vergangenen Freitag leitete. Er findet das Projekt "sehr interessant. 3. Liga bei den Damen und 4. Liga bei den Herren - das ist ein Quantensprung für Basketball in Lüneburg." Doch das Traineramt wird er nicht übernehmen. "Wir sind uns nicht einig geworden", berichtet Abteilungsleiter Uwe Meincke.
"Janis ist ein Flügel, der gut werfen, zum Korb ziehen und auch hart outposten kann. Er ist auch athletisch schon sehr weit. Deutlich weiter, als ich es in diesem Alter war", sagt der ehemalige Bundesliga-Spieler Schroeder. Um sich weiter zu steigern, braucht der 15-Jährige vor allem Praxis - auch gegen wesentlich ältere Gegner. Janis hat Respekt vor den kommenden Kontrahenten, "aber keine Angst". Und einige der jüngeren Teamkameraden kennt er noch gut vom Daddeln auf dem Freiplatz. Mit neun Jahren fing er erst mit Basketball an, mit elf war Janis bereits der Topscorer in der U 14 des MTV Treubund, die sich in der Hamburger Leistungsrunde gut schlug. "Solch einen Ehrgeiz wie bei Janis habe ich noch nicht erlebt", meinte damals sein Coach Wolf Bosse. Jetzt ergänzt Schroeder: "Nur mit Talent kommt man nicht mehr weit in Zeiten, in denen fast jeder Bundesligist zehn Amerikaner im Kader hat."











Kommentare
der prof. dr. könnts sicher richten !!
Da es bei der neuen Mannschaft um viele Nachwuchsspiele r geht, ist dein Professor definitiv der Falsche. Bei seinem letzten Engagement hat er sich gerade in diesem Feld nicht mit Ruhm bekleckert.
Aber das ist lange her, vielleicht ist er ja in dieser Beziehung etwas reifer oder sensibler geworden.
Lasst es uns so zusammenfassen: schade, aber das Projekt ist deshalb noch lange nicht zu Ende! Es fängt doch gerade erst an! Ein guter Stamm, der locker die klasse halten wird gibt den weniger erfahrenen Spielern die Möglichkeit, sich auf gutem Niveau zu entwickeln. Janis zähle ich natürlich zur ersten Kategorie. Gleichzeitig besteht die Chance, höherklassigen Basketball in LG zu etablieren.