Jetzt wissen die Lüneburger Basketball-Regionalligisten, woran sie in den drei Wochen bis zum Saisonstart noch arbeiten müssen - an sehr vielen Dingen. Die Damen des MTV Treubund belegten beim 9. Lüneburger BB-Cup den achten Platz. Die Herren des MTV Bad Bevensen Lüneburg wurden gar sieglos Zwölfter und Letzter. Die Damen der BG Hamburg West wiederholten ihren Turniersieg durch ein 41:32 gegen den TK Hannover, während sich die Herren des MTV Itzehoe gegen den VfL Stade mit 54:50 nach Verlängerung durchsetzten. "Erst mal raus aus der Halle. Sauerstoff tanken", ächzte MTV-Spielmacher Michael Tetzer, der mit seinen 36 Jahren ebenso wie manch anderer Bevenser Routinier mit den teils nur halb so alten Kontrahenten seine liebe Müh' und Not hatte. "Eines unserer Defizite ist die Fitness. Außerdem wissen wir oft noch nicht, wie der andere läuft - das muss sich erst einspielen", weiß Tetzer, der vor 14 Jahren zum letzten Mal für den MTV Treubund auf Korbjagd gegangen war. Sein jüngster Teamkollege Janis Stielow (15) lernte zu dieser Zeit gerade laufen. Beim BB-Cup übernahm der Jugendnationalspieler aus Lüneburg aber sofort Verantwortung, war der mit Abstand beste Schütze seines Teams.
"Janis steht halt voll im Saft", lobte Trainer Sven Schroeder, der nun vor allem an einer "geschlossenen Team-Defense" arbeiten will. In der Offensive kalkuliert er ein, dass anfangs manchmal nur Einzelaktionen den Erfolg bringen können. Hinten aber muss das Team besser funktionieren. Dass der MTV in der Vorrunde sieglos blieb, war einkalkuliert, nicht aber die Niederlagen in den Platzierungsspielen gegen die künftigen Ligarivalen Rendsburg (36:39) und Walddörfer (36:51). Schroeder: "Es gibt noch viel zu tun. Aber damit habe ich gerechnet."
Die Lüneburger Damen fertigten Walddörfer zum Auftakt 60:24 ab, lagen zur Pause gegen den späteren Turniersieger BG West noch vorn - doch dann riss der Faden. "Vier Spiele an einem Tag waren einfach zu viel", meinte Coach Jacco van der Burg. Da Katharina Oschmann fehlte, musste Spielmacherin Daniela Kruse fast durchspielen. Zudem schied Topscorerin Nina Kreiselmaier früh mit einer Knieverletzung aus, hatte Neuzugang Gesa Einsporn zeitweise auch Probleme mit dem Rücken. Van der Burg hofft angesichts seines mittlerweile recht klein gewachsenen Kaders immer noch auf "eine Verstärkung von der Uni, mindestens 1,80 Meter groß und schnell", wie er lächelnd meint.
Und wenn die nicht kommt ? "Ich bin mir sicher, dass wir in der Liga drei Mannschaften schlagen und damit die Klasse halten können", meint der Coach. Vielleicht auch den Auftaktgegner BG Braunschweig, dem die 66ers im Spiel um Platz sieben nur noch mit 46:53 unterlagen.










