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"18 Jahre volle Kraft gegeben"

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Die Bezirksliga-Fußballer des Vastorfer SK werden sich in der Rückrunde gewaltig steigern müssen, um noch den Klassenerhalt zu schaffen. Und sie müssen sich einen neuen Obmann suchen. Denn Werner Reiche hat jetzt sein Amt abgegeben. Damit endet eine Ära beim VSK. Fast 18 Jahre lang prägte Reiche die Fußballabteilung des Dorfvereins. Im LZ-Interview erklärt der 62-Jährige die Gründe für seinen Rückzug.

 

Herr Reiche, warum haben Sie beim VSK Ihr Amt als Obmann niedergelegt?
Reiche: Ich habe dem Vorstand schon im letzten April mitgeteilt, dass ich mich bei den nächsten Wahlen im kommenden Februar nicht mehr zur Verfügung stellen werde. Vor zwei Wochen habe ich dann gesagt, dass es keinen Sinn mehr macht. Ich bin platt und ausgelaugt und habe so viel um die Ohren, dass ich keine Zeit mehr habe. Das hat nichts mit der Mannschaft oder den Trainern zu tun und auch nichts mit der Tabellensituation. Ich denke, das ist verständlich, wenn man 18 Jahre volle Kraft gegeben hat in so einem kleinen Verein, bei dem sehr viel an so einer Position hängt und man auch Dinge erledigt, die eigentlich nicht in den Aufgabenbereich fallen.

Gibt es schon einen möglichen Nachfolger?
Reiche: Nein, noch nicht. Vielleicht muss man die Position auf mehrere Schultern verteilen. Wenn irgendwo Bedarf ist, kann ich immer unterstützend eingreifen. Aber in der Winterpause steht ja sowieso nicht so viel an. Für uns war erstmal wichtig, dass letzte Spiel vernünftig über die Runden gebracht zu haben. Es haben wieder viele Spieler gefehlt, insofern war es bewundernswert, wie die Mannschaft sich aus der Affäre gezogen hat. Aber ein anderer Gegner als Lüchow hätte auch nicht kommen dürfen. Wir haben 7:2 geführt und dann stand es ganz schnell 7:4 und schon ging das Flattern wieder los.

Was läuft in dieser Saison schief beim VSK?
Reiche: Wir waren der Meinung, ein gutes Spielerpotenzial gefunden zu haben. In der Vorbereitung beim LZsport-Cup lief es ja auch sehr gut. Aber im Moment sind unsere jungen Spieler leider überfordert. Wir haben nicht die Möglichkeiten, einen 22-Mann-Kader aufzubauen. Wenn bei uns zu viele Spieler fehlen, dann spiegelt sich das im Tabellenplatz wider. Aber ich gehe davon aus, dass es in der Rückrunde deutlich besser läuft, wenn wir mehr Alternativen haben. Marcel Bockelmann wird wieder voll im Training sein, dazu kommt Andreas Trinz aus Scharnebeck und an zwei weiteren Spielern sind wir dran.

Wie schwer würde ein Abstieg den VSK treffen?
Reiche: Wir würden gern auf Bezirksebene weiterspielen, um jungen Spielern die Möglichkeit zu bieten, sich weiterzuentwickeln. Wir arbeiten zum Beispiel sehr gut mit dem MTV Treubund zusammen. Wenn dort junge Spieler nicht sofort den Sprung in die 1. Herren schaffen, können sie bei uns einen Stammplatz in der Bezirksliga bekommen und sich entwickeln. Als ich 1994 als Obmann angefangen habe, spielten wir in der Kreisliga gegen den Abstieg. Wir haben hier kontinuierlich einiges aufgebaut.

=> Bezirksliga "18 Jahre volle Kraft gegeben"