Erster gegen Fünfter und Vierter gegen Zweiter - die derzeitigen Spitzenteams SV Ilmenau und Dannenberg sowie MTV Treubund und Emmendorf treffen in der Fußball-Bezirksliga aufeinander. Wobei in dieser frühen Phase keines der Teams sich schon als Spitzenmannschaft sieht.
"Emmendorf ist ein anderes Kaliber als die Gegner bisher", sagt MTV-Coach Olaf Lakämper, der sich sicher ist, "dass Emmendorf bis zum Saisonende oben dabei sein wird, denn gerade im Spiel nach vorn sind sie sehr gefährlich". Ob auch sein Team so gefestigt ist, sich dauerhaft in der oberen Tabellenhälfte einzunisten, weiß der neue Trainer noch nicht, sagt aber: "Nach diesem Spiel haben wir vielleicht einen starken Saisonstart. Und dann garantiere ich für nichts." Lakämper will bei den Gästen vor allem deren Abwehr unter Druck setzen, "denn wenn sie Schwächen haben, dann da". Deshalb kommt viel auf den Lüneburger Torjäger Krueger an, "der für uns sehr wichtig ist", wie Lakämper betont.
Oliver Klose, Kollege vom SVI und derzeit Spitzenreiter, will nichts von einer Standortbestimmung gegen die "Millionen-Truppe" des MTV Dannenberg wissen. "Dafür hätte ich gern meine gesamte Mannschaft zusammen." Im Gegensatz zu den glänzend besetzten Gästen, die mehr als ein halbes Dutzend Polen im Kader haben und die zu jedem Spiel extra ins Wendland anreisen, sind die Melbecker derzeit personell gebeutelt. Hecks Rotsperre ist zwar abgelaufen, dafür urlaubt er jetzt. Es fehlen Köllmann (Muskelfaserriss), Taubhorn (Bänderdehnung), Schuller (Leiste), Drewes (Schulter) und Schulz (privat verhindert), Fragezeichen stehen hinter Hattendorf (Zerrung) und Sabatino, dessen Frau ein Kind erwartet. Klose: "Wir kriechen auf dem Zahnfleisch, beschweren uns aber nicht, weil es die anderen trotzdem hinkriegen."
Ganz andere Sorgen hat der bislang sieglose VfL Lüneburg (ein Punkt), der jetzt den Bezirksoberliga-Absteiger Bodenteich erwartet, danach zum TSV Gellersen muss. "Wir haben ein Hammer-Auftaktprogramm", weiß VfL-Trainer Matthias Merz. "Aber da wir zu Hause spielen, sehe ich uns gegen Bodenteich als leichten Favoriten an. Die erste Halbzeit in Emmendorf war eine Katastrophe, aber auf die gute zweite wollen und können wir aufbauen." Zumal seine bislang verletzten mutmaßlichen Stammspieler Götzky, Dönmez und Queseleit wieder im Lauftraining und somit bald Alternativen sind.
Neu in der Startelf wird Poplat sein, der in zwei Spielen als Joker zweimal traf. "An ihm komme ich nicht vorbei", weiß Merz, der auch Torwart Haliti eine starke Leistung attestierte, dennoch auch Lehmann "integrieren will, denn sonst hätten wir ihn nicht holen müssen".











Kommentare
Die sagen sich ja auch, dass bei aller Kritik die Auflage stimmt. Aber das tut sie auch nur, weil es keine wirkliche Alternative gibt.
Aber dafür sind sie dann immerhin auch nicht kritikfähig.....;-)