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Soderstorf muss die Fehler minimieren

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Zwei Derbys, die unterschiedlicher nicht sein können - treffen am Sonnabend um 16 Uhr an der Uelzener Straße die Spitzenteams MTV Treubund und TSV Gellersen aufeinander, geht es am Sonntag um 15 Uhr auf den Sülzwiesen beim Spiel VfL Lüneburg gegen MTV Soderstorf darum, wer sich längerfristig auf einen Aufenthalt im Keller einrichten muss.

 

"Wir müssen gegen Soderstorf den ersten Sieg einfahren", sagte VfL-Coach Matthias Merz direkt nach dem 2:2 am vergangenen Sonntag gegen Gellersen. Und er ist zuversichtlich, denn "von der Leistung her war das gegen Gellersen ein Quantensprung im Vergleich zum Saisonbeginn." Das liegt auch daran, dass Akteure wie die länger verletzten Götzky oder Queseleit so langsam aber sicher zu alter Form finden.

Der Soderstorfer Kollege Mark Bundt hat da derzeit mehr Sorgen. Libero Less muss erneut passen, auch Mittelfeldmotor Schrader droht mit einer Gehirnerschütterung auszufallen - Spieler, die Bundt eigentlich nicht ersetzen kann. Der MTV-Coach hofft vor allem, dass sein Team mal 90 Minuten die Konzentration hochhält und so vermeidbare Fehler minimiert. "Nur so haben wir eine Chance, die Klasse zu halten."

Immerhin hat er mit Oelenberg, der seinen Kreuzbandriss auskuriert hat, eine Alternative mehr. Freude macht ihm auch Stürmer Pepic: "Er hat einen schlechten Ruf, bei uns ackert er im Moment aber richtig gut."

Nicht mehr an der Linie beim TuS Ebstorf ackert Coach Lothar Nebe, der gemeinsam mit Guido Kahmann seinen Posten zur Verfügung stellte. Grund: Das Duo erreichte die jungen Spieler nicht mehr. Das war besonders beim bitteren 0:7 gegen Dannenberg sichtbar, nun muss der Vastorfer SK in Ebstorf ran. "Die hätten mal lieber noch eine Woche warten sollen", meint VSK-Coach Andreas Zeidler, der weiß, "dass Teams immer aufdrehen, wenn der Trainer gerade weg ist".

Doch er rechnet sich nach zwei Siegen in Folge dennoch etwas aus, will "was mitnehmen aus Ebstorf". Bis auf Leuenberg (Feuerwehr) und möglicherweise den angeschlagenen H. Sieben, für die Switala und Ziolkowski bereit stehen, sind alle Mann an Bord.

Zeuge des 0:7 von Ebstorf in Dannenberg war Scharnebecks Coach Frank Dühring - allerdings um sich den jetzigen Gegner Dannenberg anzuschauen. "Ich habe Stärken und Schwächen gesehen", verrät Dühring, der sein Team nach dem 5:1 in Neetze kaum verändern muss. Die Rückkehr zum 4-4-2 zeigte seine Wirkung, auch wenn der dreifache Torschütze Mehktoub, der im Sturm auflief, eigentlich "ein 10er ist und wir ihn nur notgedrungen vorne reingeworfen haben". Grund: Die Stürmer S. Lenk, S. Kopp und Götzie waren bzw. sind verletzt, Pornak hatte Grippe und Wiechmann "haben wir lange nicht mehr gesehen", wie Düring süffisant anmerkte.

Heute geht es für den gesamten SVS-Kader aber erst einmal nach Barsinghausen, wo die Ehrung zu Niedersachsens fairster Mannschaft ansteht - plus Bankett und Feier. "Wir werden abgeholt und nach Barsinghausen gefahren. Was dann passiert, wissen wir noch nicht. Wir lassen uns überraschen", so Dühring. Der Hauptpreis, ein Trainingslager in Barsinghausen, wird wohl im Winter eingelöst.

Endlich mal nicht Favorit ist der TSV Gellersen, wenn er am Sonnabend beim Spitzenreiter MTV Treubund antritt. "Wir sind ganz weit weg von der Favoritenrolle", meint TSV-Co-Trainer Andreas Vogel. "Das heißt aber nicht, dass wir die Punkte einfach herschenken." Warum auch, vergaß der TSV doch beim 2:2 gegen den VfL Lüneburg nur das Toreschießen, genug Möglichkeiten waren da - übrigens gesehen von etlichen Spielern des MTV Treubund. Überrascht von der Stärke der Turner ist Vogel übrigens nicht, nur "der Zeitpunkt ist überraschend. Ich dachte, sie brauchen länger." Umso schöner wäre es "einen Dreier mitzunehmen".

Nicht mit dabei sein kann Keeper Johst, der die nächsten drei Spiele fehlt, weil er in Kanada Urlaub macht. Dafür steht Blewonska im Tor. Auch Lührs fehlt sicher, er zog sich gegen den VfL eine Bänderverletzung zu. Auch Harms, Warsitzka und Schröder fehlen weiter, genau wie diesmal von Hoyningen-Huene beruflich. Immerhin kehren Pfeiffer und Claaßen zurück.

Auswärts antreten muss der am Wochenende erstmals besiegte SV Ilmenau, der bei Aufsteiger Rosche zurück in die Erfolgsspur will, sowie der TuS Neetze, der beim SV Küsten vor einer schweren Aufgabe steht.

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