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AEC setzt auf Kontinuität

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Wenn man Finn Sonntag, sportlicher Leiter beim Adendorfer EC, nach einem Zwischenfazit zur bisherigen Saisonleistung des Teams fragt, muss er süßsauer lächeln: "Die Oberliga Nord ist dreigeteilt. Es gibt die richtig guten Mannschaften, die schlechten Mannschaften. Und es gibt uns." Damit ist in der Tat viel gesagt über das Auftreten des Eishockey-Oberligisten. Der AEC ist vier Spiele vor Schluss der Vorrunde Tabellenfünfter. Nach oben geht nichts mehr, nach unten unter normalen Umständen auch nicht.

"Wir sind sportlich nicht ganz zufrieden. Wir hatten uns mehr vorgestellt", sagt Sonntag, der aber nicht allein die Mannschaft kritisiert, sondern auch bei sich Fehler sucht. Diese Selbstkritik setzt beim, wie er es nennt, "Trainerkuddelmuddel" an. "Das ging schon in der vergangenen Saison los. Nach der Trennung von Lumir Mikesz kam Bernd Wohlmann. Es wurde aber schnell klar, dass das für die kommende Serie nicht passen würde. Dann haben wir Uwe Gräser verpflichtet. Auch die dann folgende Trennung war nötig. Mit Andreas Bentenrieder, da bin ich mir sicher, haben wir jetzt den richtigen Trainer. Aber ich kann mir vorwerfen, vorher zu schnelle Entscheidungen getroffen zu haben. Jeder Trainer bringt seine eigene Philosphie mit. Irgendwann wurde es dann zu viel", erklärt Sonntag.

Allerdings sagt der sportliche Leiter auch, dass im vergangenen Sommer, als es darum ging, die konditionellen Grundlagen für die Saison zu schaffen, zu wenig getan worden ist: "Das wirkt sich jetzt aus. Im letzten Drittel fehlen uns oft Kraft und Konzentration." Seine Hausaufgaben gegen Teams aus dem unteren Tabellenbereich hat der AEC fast ausnahmslos sauber erledigt. Allerdings gelang es kaum, gegen die Top-Teams echte Highlights zu setzen.

Der aktuelle Coach Andreas Bentenrieder, der zwischenzeitlich erkrankt war, übernimmt heute wieder das Training. Er soll über die Saison hinaus bleiben und weiter Aufbauarbeit leisten. "Denn", so Sonntag, "wir setzen auf Kontinuität." So soll auch die Mannschaft im wesentlichen zusammenbleiben. "Wir wissen, dass wir in der Abwehr etwas machen müssen. Aber nach derzeitigem Stand glaube ich nicht, dass im Sturm viel passieren wird", sagt Sonntag. Das wiederum heißt: Der AEC würde gern mit seinem lettischen Sturm-Duo Roman Nikitin und Eriks Ozollapa auch in der neuen Saison planen. Sonntag: "Das Interesse von unserer Seite ist da."

Für den Rest der Saison, inklusive der letzten Spiele der Vorrunde, erwartet Sonntag, dass sich die Mannschaft voll reinhängt und den Fans gutes Eishockey zeigt. Außerdem haben die Adendorfer ein klares Ziel für die Relegation. Das beste Team dieser Runde, von der noch nicht klar ist, in welchem Modus sie gespielt wird, erhält einen Startplatz im DEB-Pokal für die kommende Saison. "Den wollen wir erreichen", sagt Finn Sonntag, "das wäre sportlich und bei einem Heimspiel auch finanziell sehr reizvoll."
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