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Keiner will das Derby verlieren

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Teil eins war mit 34:20 am Ende eine klare Angelegenheit, die Fortsetzung könnte deutlich spannender werden: Am Sonnabend empfängt der HV Lüneburg im Derby der Handball-Oberliga der Frauen den MTV Embsen (17 Uhr, Sporthalle Oedeme). Favorit sind natürlich die Lüneburgerinnen, die seit Jahren mindestens in der vierten Liga aktiv sind, während der Aufsteiger aus Embsen länger brauchte, um sich an die Liga zu gewöhnen, auch wenn es weiter Schlusslicht ist.

"Ich brauche trotzdem keine Angst zu haben, dass meine Mannschaft Embsen unterschätzt", sagt HVL-Trainerin Tina Asmussen. Und sie liefert die Erklärung gleich hinterher. "Derbys sind immer etwas Besonderes, niemand will diese Spiele verlieren." Im Hinspiel wehrten sich die Embsenerinnen nur eine Halbzeit, wurden am Ende vorgeführt und verloren die Partie mit satten 15 Toren Differenz. "Embsen wird am Sonnabend viel stärker sein als im Hinspiel. Sie sind selbstsicherer, wirken eingespielter, packen in der Abwehr klarer zu", analysiert Asmussen. "Sie sind in der Liga angekommen." Die HVL-Trainerin beobachtete die Gäste beim Heimauftritt gegen Garßen Celle II, gegen die die Lüneburgerinnen am vergangenen Sonnabend unglücklich mit 21:22 verloren.

Dennoch zog Asmussen viel Positives aus der Partie. So kompensierte die Mannschaft das Fehlen von Anna Suckow, der herausragenden Spielerin in dieser Saison. "Das hat mich gefreut", so Asmussen. "Und ist gut für die Mannschaft. Außerdem nimmt es Anna den Druck. Wobei wir mit ihr auch verloren hätten." Dennoch ist ihre Rückkehr natürlich eine Stärkung für das HVL-Spiel. Möglicherweise muss sie im Rückraum ran, denn Felicitas Petersen fehlt aufgrund eines privaten Termins. Im halblinken Rückraum könnten aber auch Kim Köhler, die in Celle auftrumpfte, oder Celia Renz spielen.

Die Embsenerinnen durften sich erst einmal über ein gutes Los im HVN-Pokal freuen. Im Viertelfinale geht es zum Hannoveraner Regionsoberligisten Mellendorfer TV. Sollte gegen den Tabellenfünften gewonnen werden, wäre die erstmalige Teilnahme am Final Four perfekt. "Das wäre richtig cool", sagt MTV-Torhüterin Frederike Schütt. Und ihre Schwester Ursina ergänzt: "Wir waren immer gut im Pokal." Gespielt wird am Sonntag, 19. Februar, um 17 Uhr.

Anfang Januar gab es für Embsen einen lockeren 27:17-Sieg im Achtelfinale gegen den Landesligisten Hatten-Sandkrug. Da lief allerdings noch nicht alles rund, MTV-Coach Marcus Krause meinte damals: "Bis zum Derby müssen wir noch eine Menge tun." Das wurde in intensiven Trainingseinheiten jetzt umgesetzt, in einem Testspiel wurde Winsen hoch geschlagen. "Dennoch ist Lüneburg klarer Favorit", weiß Krause. "Wir haben nur eine Chance, wenn wir technische Fehler minimieren und den Ball gut laufen lassen." Bithja Hansen und Claudia Lühr haben ihre Erkältungen auskuriert, sodass Krause eine Akteurin auf die Tribüne setzen muss.
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