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Viel Spaß mit der neuen Rolle

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Im Hinspiel gab es den bislang einzigen Saisonsieg und deshalb freuen sich die Regionalliga-Handballerinnen des HV Lüneburg so richtig auf das Heimspiel gegen den BSV Magdeburg am Sonnabend zu ungewohnter Zeit um 15 Uhr in der Sporthalle Oedeme. "Wir gewinnen das Spiel, weil wir es nach den letzten knappen Partien einfach verdient haben", sagt Celia Renz selbstbewusst.

Der Youngster wird wie beim unglücklichen 24:25 zuletzt in Hattorf erneut auf der Spielmacherposition auflaufen, da Anna Suckow weiter in Mexiko weilt. "Das hat in Hattorf richtig Spaß gemacht. Dabei habe ich mich im Training noch unwohl gefühlt." Eigentlich spielt sie im Regionalliga-Team auf Linksaußen, nun musste sie den so wichtigen Job im Aufbau übernehmen. "Es war ja irgendwie klar, dass ich das machen musste", erzählt die Schülern. "In der A-Jugend spiele ich ja auch viel in der Mitte."

Dort ist sie als Älteste Leistungsträgerin und muss Verantwortung übernehmen. Das zahlte sich am vergangenen Wochenende aus, als sie beim überraschenden 28:27 gegen Nord Edemissen den entscheidenden Siegtreffer kurz vor Schluss erzielte. "Ich war wütend, weil ich schon nach zwei Minuten nach zwei Fehlpässen auf die Bank musste. Aber ich konnte die Wut ins Spiel tragen, und am Ende habe ich nur gedacht: 'Ich muss jetzt das Tor machen, die Jüngeren wollen bestimmt nicht werfen.'" Das klappte und endlich durfte sie wieder mal einen Sieg feiern. Denn wie bei den Frauen ist auch die A-Jugend in dieser Oberliga-Saison nicht von Erfolgen verwöhnt.

Doch im Regionalliga-Team "ist jetzt eine ganz andere Stimmung", so Celia Renz. Sie hält die Trennung von Coach Oliver Peters auch im Nachhinein für richtig: "Es gibt keine Nebenschauplätze mehr, keiner regt sich über irgendwelche Sachen von Oliver auf." Konkreter will sie nicht werden, will nicht nachtreten, sagt nur: "Er hat uns nicht mehr erreicht."

Doch nun weht ein anderer Wind, vor allem, weil die jetzige Trainerin Tina Asmussen vieles anders macht. "Sie kennt uns fast alle, weiß, wie sie uns pushen muss", so Celia Renz. "Sie ist eben eine Respektsperson." Die sie als die perfekte Trainerin für das Team sieht.

Allerdings wird Celia Renz in der nächsten Serie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr in Lüneburg spielen. Der Grund ist, dass sie - die gerade ihr Abitur baut - ab Herbst in einer Großstadt studieren will, sich daneben für ein Sportprojekt in Argentinien beworben hat.

Das bedeutet aber nicht, dass sie mit dem Handball spielen aufhören wird. "Ich will weiter Regionalliga spielen. Ich brauche das, dreimal pro Woche zu trainieren, das ist mir echt wichtig."
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