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Die deprimierende letzte Saison in der Regionalliga ist abgehakt, die Oberliga-Handballerinnen des HV Lüneburg gehen voller Vorfreude in die am Sonnabend mit einem Auswärtsspiel in Dorfmark bei der HSG Heidmark (19.30 Uhr) beginnende Serie. "Es ist wichtig, positive Erlebnisse zu haben", weiß der neue Coach Volker Schäfer. Denn negative gab es im vergangenen Jahr zuhauf, jetzt verbreitet sich so etwas wie Aufbruchstimmung bei Lüneburgs am höchsten spielenden Frauenteam.

 

Sechs verbliebene Aktive aus dem alten Kader, sechs neue sowie Rückkehrerin Felicitas Petersen - Schäfer ist mitten im Neuaufbau, ist dabei, eine neue Mannschaft mit einer neuen Hierarchie zu formen. "Bislang hatte ich noch nicht einmal den gesamten Kader zusammen", sagt der Polizist. "Dennoch habe ich einen guten Eindruck." Wichtig war für den Coach, dass das Team wieder Lust auf Siege hat, deshalb gab es in der gesamten Vorbereitung nur Testspiele gegen unterklassige Klubs. "Nach den vielen Niederlagen im letzten Jahr mussten die Mädels erst mal wieder das Siegen lernen."

Allerdings ist der Kader mit nur 13 Spielerinnen dünn besetzt. "Wir gucken uns weiter um, es sind noch Plätze frei", so der Coach grinsend, auch wenn er bislang mit dem vorhandenen Personal sehr zufrieden ist. "Im Tor muss ich mir überhaupt keine Sorgen machen", weiß Schäfer, der sich freute, dass Alex Benecke nach längerem Zögern weitermachte und dass er mit Valerie Hoppe eine starke Alternative besitzt. Auch am Kreis hat er keine Sorgen, da zeigt "Jennifer Kautz, dass sie unheimlich stark ist, nur vor dem Tor noch etwas ruhiger werden muss". Daneben drängt sich auch Jannika Witthöft auf.

In der Abwehr - Schäfer bevorzugt eigentlich eine 5:1-Variante, lässt aber erst einmal eine 6:0 spielen - hat sich im Innenblock neben Jennifer Kautz überraschend Katja Fischer etabliert, wodurch Felicitas Petersen außen verteidigt, um sich dann umso schneller nach vorne abzusetzen. Die England-Rückkehrerin ist im Rückraum das Maß der Dinge, wird in der Mitte beginnen, weil sich Kim Köhler eine schmerzhafte Bänderdehnung zugezogen hat und in Dorfmark wohl nur zur Sicherheit mit auf der Bank sitzt. Auf den Halbpositionen sind Birte Buss und Gesche Bitter gesetzt, da sich Anja Buss vor kurzem beim Konditionstraining bei einer Vorwärtsrolle einen Meniskusriss zuzog, schon operiert wurde, aber natürlich länger ausfällt. "Das ist ganz bitter, weil sie in der Vorbereitung richtig überzeugt hat", so Schäfer.

Auf den Außen spielt Katja Fischer auf links, ihre Alternative heißt Charlin Wirthgen, die von der SG Harburg kommt und von Gesche Bitter und Sarah Völckers überzeugt wurde, mit in Lüneburg zu spielen. "Die drei sind unser Harburg-Block", sagte Schäfer lachend, ohne zu verhehlen, dass er glücklich ist, dass gerade Bitter und Völckers nach der letzten Saison nicht auch noch gegangen sind. Sarah Völckers ist als Linkshänderin auf Rechtsaußen gesetzt, ihre Alternative heißt Farina Fricke, die als A-Jugendliche einige Oberliga-Spiele machen soll.

Ziel für die Saison ist "aufgrund der Misere des letzten Jahres der Klassenerhalt", sagt der Coach, um schnell anzufügen: "Wenn es nach einigen Spielen so aussieht, dass es weiter nach oben geht, habe ich absolut nichts dagegen."

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