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Ossowski heiß auf die Nasenbären

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Daniel Ossowski ist ein Teamplayer, wie ihn sich jeder Trainer wünscht. "Mir ist es nicht wichtig, im Mittelpunkt zu stehen", sagt der Verteidiger des Inlinehockey-Zweitligisten Salt City Boars Lüneburg. "Ossi" gehört zu den eher unauffälligen, aber effektiven Keilern - und will das auch am morgigen Sonnabend (19 Uhr, Lünepark) im Topspiel gegen die Rostocker Nasenbären beweisen. Ossowski erwartet ein knappes Ergebnis: "Solche Spiele machen auch viel mehr Spaß als 10:0-Siege."

Der 20-Jährige aus Putensen hat ebenso wie seine Teamkameraden Wayne Gerth und Jonas Merten gerade sein Abitur geschafft. Während die anderen beiden aber wegen ihres Abiballs in der Herderschule ausfallen, feiert man in Salzhausen erst später. Mit Gerth und Merten stand Ossowski schon als Dreikäsehoch auf dem Adendorfer Eis, alle fanden später den Weg zu den Boars. Dennoch betont Ossowski: "Das Team ist insgesamt gut zusammengewachsen. Zu den Älteren habe ich ein ebenso gutes Verhältnis wie zu den Jungen."

Die Boars hatten jetzt fünf Wochen Zeit, ihre erste Saisonniederlage (5:7 in Bremerhaven) zu verdauen, trainierten danach erst einmal ein bisschen lockerer. "Das war okay, um die Köpfe mal wieder frei zu kriegen", sagt Ossowski, "aber das Spiel gegen Rostock kommt jetzt zum richtigen Zeitpunkt. Alle sind heiß." Die Nasenbären holten sich nur zum Saisonauftakt in Sterkrade eine blutige Nase, gewannen seitdem alle Spiele. Ausgerechnet jetzt fallen mit Hungerecker (Länderpokal) sowie den privat verhinderten Schülke und Fritz weitere Spieler aus. Coach Klaas Jeschke baut aber auf die Kampfkraft seiner Mannen: "Wir werden es Rostock so schwer wie möglich machen." Zudem stürmt Rückkehrer Laudan mit. Der konnte zwar nicht regelmäßig trainieren, versprach aber, im Notfall auszuhelfen.

Ossowski gehört seit der vergangenen Saison fest zum Kader der Ersten, muss sich jetzt aber bald entscheiden, wie es mit seiner Ausbildung weitergeht: "Ich möchte in jedem Fall im kaufmännischen Bereich arbeiten, vielleicht verbunden mit einem dualen Studium." Offen lässt er auch noch, ob er weiter beim Hamburger SV Eishockey spielt - dorthin war er 2009 vor allem aus zeitlichen Gründen gewechselt. "Beim HSV herrschte nicht so ein Druck wie beim AEC. Aber jetzt zählen erst einmal nur die Boars."

Vor einem Topspiel stehen auch die Salt City Boars II, die morgen (16.30 Uhr) den Regionalliga-Spitzenreiter Hannover Hurricanez erwarten. Die Gäste kommen mit dem erstligaerfahrenen Benjamin Köhncke, der in zehn Spielen 37 Mal traf.
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