Jan-Philip Fiege wechselt vom Platz zwischen den Pfosten auf die Bank. Der ehemalige Nationaltorwart übernimmt den Trainerposten beim Inlinehockey-Zweitligisten Salt City Boars Lüneburg. "Es ist mir eine Herzensangelegenheit", betont "JP", "ich will dem Verein und der Abteilung helfen. Und ich habe die Rückendeckung des Teams."
Als Schiedsrichterobmann und Jugendwart arbeitet Fiege ohnehin schon bei den Keilern, außerdem ist er Referee bis hinauf zur 1. Bundesliga. "In der Halle bin ich ja eh zum Training", sagt er, "dann kann ich ja auch den Trainerposten übernehmen." Als sein Vorgänger Klaas Jeschke aus beruflichen Gründen das Amt zur Verfügung stellte, schauten sich die Boars auch nach einer externen Lösung um - vergebens.
Fiege sagte letztlich zu, "weil wir mit Stefan Blanck einen guten Torwart haben". Er selbst wird aber auch noch zur Verfügung stehen, ebenso wie in Notfällen Helge Koenecke. Insgesamt wird der Kader breiter aufgestellt sein als in den vergangenen zwei Jahren, die sportlich eher unbefriedigend verliefen. Jeschke steigt wieder als Spieler ein. Aus Bergedorf kommen zwei vielversprechende junge Talente. Verteidiger Marc Friedrich war mit 40 Punkten in 19 Spielen zweitbester Scorer des Regionalligisten, Jannis Schäfer (8 Punkte) ist vielseitig einsetzbar. Mitte Januar soll die heiße Phase der Saisonvorbereitung beginnen.
"Wir wollen mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben", sagt Fiege. Der Vorjahresdritte wird wohl mit Berlin, Menden, Ahaus und Bochum vier Erstliga-Absteiger in seiner Staffel begrüßen. Teams, die der neue Coach nicht für unschlagbar hält. Träume von einer Rückkehr in die 1. Liga sind derzeit aber nicht angesagt. Das jetzt eingleisige Oberhaus droht zur geschlossenen Gesellschaft zu werden. Zuletzt erhielt der TSV Bernhardswald, souveräner Meister der 2. Liga Süd, nicht die Zulassung, da der Verband ISHD den Bayern keine Ausnahmegenehmigung für das Spielen auf einem Freiluftplatz erteilt hat. Alle anderen potenziellen Aufstiegskandidaten, auch die Boars, hatten schon vorher dankend abgewunken.










