Bisher war Jan Philip Fiege einer von ihnen, Torwart der Salt City Boars Lüneburg. Ab dieser Saison hört aber alles aufs Kommando von "J.P.". Fiege hat das Traineramt beim Inlinehockey-Zweitligisten übernommen, fremdelt noch ein wenig mit der neuen Verantwortung: "Ich muss da noch reinwachsen. Auf dem Feld benötige ich eine gewisse Distanz - in der Kabine bin ich schon wieder Kumpel."
Fiege ist Nachfolger von Klaas Jeschke, der jetzt wieder als Stürmer eingestiegen ist. "Er muss aber noch an seiner Schnelligkeit arbeiten", meint der neue Trainer grinsend. Die körperlichen Voraussetzungen standen bisher im Mittelpunkt des Trainings: Kondition, Kraft, individuelles Training. "Die Mannschaft zieht total diszipliniert mit", freut sich Fiege.
Drei Neue sorgen für den Konkurrenzkampf, der in den vergangenen zwei Jahren häufig genug fehlte. Allrounder Jannis Schäfer und Knipser Marc Friedrich kommen vom Regionalligisten Bergedorf, Florian von Raven war in der vergangenen Saison Topscorer des bisherigen Zweitliga-Rivalen Hamburg Sharks. Gegangen ist allein Patrick Folkert, der jetzt zusammen mit dem Ex-Keiler Sascha Fitzner in Lüdenscheid spielt. AEC-Crack Marlon Czernohous wechselt auch wieder auf die Rollen -- allerdings tritt er in der 1. Liga für Bissendorf an.
Dennoch haben die Lüneburger jetzt einen breiter aufgestellten Kader, was dafür sorgen soll, dass die Keiler Auswärtsfahrten nicht immer wieder nur mit Notbesetzungen antreten müssen. Nur mit zwei Reihen, das ist ihnen bewusst, wird in dieser Liga kaum ein Punkt zu holen sein. Die drei Bundesliga-Absteiger Menden, Ahaus und Berlin Buffalos lassen das Niveau deutlich ansteigen, doch Fiege ist sich sicher, "dass wir nicht mit dem Abstieg zu tun bekommen. Wir streben einen Mittelfeldplatz an, vielleicht ist ja noch mehr drin."
Los geht's daheim am 17. März gegen den alten Rivalen und aktuellen Meister Rostocker Nasenbären. "Eine echte Standortbestimmung. Die sind seit Jahren ungefähr auf unserem Niveau", so Fiege. Er wird dann auf die vier Eishockey-Spieler oder -Schiedsrichter im Kader wohl noch verzichten müssen. Der Rest strengt sich schon jetzt umso mehr an. "Wenn ich nach eineinhalb Stunden Training ,Feierabend' sage", so Fiege, "dann höre ich so manches ,endlich'..."










