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Jeschke wechselt sich selbst aus

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Am Sonntag geht Klaas Jeschke vielleicht schon zum letzten Mal für die Salt City Boars auf Torjagd. "Aber allmählich habe ich das Gefühl, dass es bessere Stürmer gibt", meint der 32-jährige Spielertrainer des Inlinehockey-Bundesligisten, der sich in der kommenden Serie ganz auf sein Traineramt konzentrieren will. Die Keiler arbeiten derzeit fieberhaft daran, dass die vierte Saison im Oberhaus nicht wie die ersten drei vom Abstiegskampf regiert wird.

"Punktuelle Verstärkungen für unseren homogenen Kader" schweben Jeschke vor. Bereits seit mehreren Wochen trainiert Tim Hauck vom Bundesliga-Fünften Crash Eagles Kaarst mit. Der Stürmer studiert jetzt in Hamburg, kam in der Vorsaison auf stolze 15 Tore und 7 Vorlagen. Über ihren Verteidiger Marcus Krützfeldt sind die Boars auch an einigen Timmendorfer Eishockey-Spielern dran, die bisher für die Rostocker Nasenbären auf Rollen unterwegs waren. Wenn sich die Erstliga-Truppe der Mecklenburger, wie seit Monaten gemunkelt wird, auflöst, dann wäre Lüneburg für diverse Spieler die erste Ansprechstation. Fest wieder dabei ist in jedem Fall Carsten Krome.

Dabei können die Boars mit Kameradschaft und einer sportlichen Perspektive werben, nicht aber mit Geld. Und nicht einmal mit Fahrtspesen oder Aufwandsentschädigungen, wie Vorstand Jürgen Harms betont: "Unsere Linie ziehen wir weiter durch. Wenn wir Ausnahmen machen würden, käme das beim Rest nicht gut an. Bei uns müssen die Spieler sogar Geld mitbringen." Vereins- und Spartenbeitrag summieren sich auf rund 400 Euro pro Saison und Spieler. Harms: "Wir versuchen, durch Sponsoren wenigstens den Spartenbeitrag wegzubekommen."

Auf Dauer wollen sich die Lüneburger ihre künftigen Bundesliga-Spieler auch lieber selbst ausbilden. Die Jugendarbeit kommt gut voran, nach Wayne Gerth und Jonas Merten stehen nun auch Daniel Ossowski und Fabian Barz vor dem Sprung in den Kader. Mit den Junioren stehen sie am 5. und 6. Dezember vor dem Saisonhöhepunkt, den deutschen Meisterschaften in Bochum. Schon an diesem Sonntag ab 10 Uhr beenden die Herren die Saison in heimischer Halle mit dem Final-4-Turnier um den NRIV-Pokal, Kontrahenten sind die Bissendorfer Panther I und II sowie die Neumünster Diabolos.

Jeschkes Abschied vom Parkett zumindest für die Erste - wenn denn nicht in der nächsten Serie doch wieder Personalnot herrscht. "Es ist schon gut, wenn es eine ordnende Hand gibt", sagt der Trainer. Und: "Mein Vorteil ist, dass ich mit allen gut klar komme. Es soll ja nicht irgendwann heißen, dass ich nur noch Trainer bleibe, damit ich mich selbst aufstellen kann..."

=> Inlinehockey Jeschke wechselt sich selbst aus