Der erste Rückrundenspieltag der Fußball-Kreisliga ist gleichzeitig die vorletzte Runde vor der Winterpause. Wer legt sich noch sechs Punkte auf die Habenseite, bevor die knapp dreimonatige Unterbrechung kommt? Dieses Ziel verfolgt auf jeden Fall der Dahlenburger SK, der noch zwei lösbare Heimspiele gegen Mechtersen und Gellersen II vor sich hat. Schwieriger ist das Restprogramm des TuS Barendorf mit zwei Auswärtsspielen in Bleckede und beim VfL Lüneburg. "Ich glaube nicht, dass es am Ende für Barendorf zur Meisterschaft reicht", sagt Bleckedes Trainer Ingo Romich über seinen ehemaligen Klub: "Dafür sind sie hinten zu anfällig."
Sieben Gegentore kassierte der TuS in den letzten beiden Spielen - da rechnet sich auch Bleckede etwas aus. "Dafür müssten wir es aber hinkriegen, mal nicht nur eine Halbzeit, sondern 90 Minuten gut zu spielen", so Romich. Erst zwei Siege schaffte Bleckede in sieben Heimspielen - ausbaufähig. Der VfL muss die Ausfälle von Sieder (Jochbeinbruch) und Grote (Leistenzerrung) verkraften. Gerade auf dem Liberoposten fehlen jetzt die Alternativen. Romich: "Mal schauen, ob Marco Heiden Lust hat." Anstoß der Partie in Bleckede ist am Sonntag erst um 16 Uhr.
Die Mannschaft der Stunde ist der TSV Bardowick, der seine Siegesserie jetzt gegen Thomasburg fortsetzen will. "Es ist schon komisch, dass wir wieder oben dran sind", sagt Trainer Thomas Baumgarten, der aber relativiert: "Wir waren am Anfang der Saison nicht so schlecht wie unsere Ergebnisse aussahen - und jetzt sind wir nicht überragend, nur weil wir gewinnen."
Ulrich Meyer durfte nach seiner Schienbein-Operation das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen. Nach seiner zweiten schweren Verletzung innerhalb eines Jahres steht seine fußballerische Zukunft nun in den Sternen. "Immerhin kann er diesmal wohl schneller wieder arbeiten als vor einem Jahr bei seinem Fußbruch", so Baumgarten. "Er hat uns allen sehr leid getan. Aber er ist ein Fußballverrückter. Vielleicht kommt er ja nochmal zurück."
Gegen Thomasburg erwartet der Coach ein enges Spiel - wegen der eigenen Personalnot und "weil das ein unbequemer, robuster Gegner ist. Und eine Mannschaft, die zu gut ist, um abzusteigen."
Die Rote Laterne hat jetzt der TuS Hohnstorf, der als klarer Außenseiter auf den Tabellenzweiten Soderstorf trifft. Auf Platz zwei stünde der TuS Reppenstedt, hätte er nicht in letzter Sekunde das 2:2 in Soderstorf kassiert. Kein Selbstgänger wird das Derby am Sonntag gegen Gellersen II. Auch die Gäste sind noch angefressen vom ärgerlichen 2:3 gegen Dahlenburg. Und sie boten Reppenstedt schon im Hinspiel einen offenen Kampf.
Ebenfalls ein Derby liefern sich Wendisch Evern und Ilmenau II. Die Hausherren haben schlechte Erinnerungen an das Hinspiel, als sie ein 2:0 noch verspielten. Wendisch-Trainer Michele Assenheimer hofft, dass seine jungen Spieler häufiger ihr Potenzial abrufen: "Mancher, der noch Welpenschutz genießen durfte, wird mehr in die Pflicht genommen."
Eines der torreichsten Spiele der Hinrunde lieferten sich Ochtmissen und Neuhaus beim 4:6. Für Neuhaus wird's mal wieder Zeit für einen Dreier nach drei knappen Niederlagen in den letzten vier Spielen. Außerdem trifft der VfL Lüneburg auf den TuS Erbstorf. Zu Hause hat der VfL erst fünf Tore geschossen - da ist noch viel Luft nach oben.










