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Lüneburgs Fußball-Legende: Ralf Sievers

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Er ist Lüneburgs bester Fußballer aller Zeiten, er war Junioren-Weltmeister, Olympiateilnehmer und Bundesliga-Profi, mit dem LSK erlebte er alle Höhen und Tiefen - und selbst mit 45 Jahren ist für ihn nicht Schluss. Wenn Not am Mann ist, stellt der Trainer des Bezirksoberligisten Lüneburger SV immer noch sich selbst auf. Ein Rückblick auf seine Karriere:

 

Viermal ist der Lüneburger SK innerhalb von zwei Jahrzehnten in die dritte Liga aufgestiegen. Viermal war Ralf Sievers dabei. Colt Sievers, Mister LSK. Er gehörte zu den Helden von Bergedorf 1980 ebenso wie zu den Helden von Emden 2000. Er war Aufräumer in der Defensive, Flankengott - nur ein Kurzgastspiel als Libero ging in die Hose.

Steckbrief: Geboren am 30. Oktober 1961 in Lüneburg, in Eddelstorf (Kreis Uelzen) aufgewachsen. Wohnhaft in Deutsch Evern. Verheiratet mit Bettina, drei Kinder: Daniel, Tanja und Jan-Andre.

Stationen: Spielte von 1968 bis 1977 beim SV Eddelstorf, bis 1982 beim Lüneburger SK, bis 1991 bei Eintracht Frankfurt, bis 1993 beim FC St. Pauli, bis 2001 beim Lüneburger SK, seitdem bei der Lüneburger SV. 232 Bundesligaspiele (10 Tore): 205 (9) für Frankfurt, 27 (1) für St. Pauli.

Erfolge: Juniorenweltmeister in Australien 1981, Bronzemedaillengewinner bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul, DFB-Pokalsieger 1988 mit Eintracht Frankfurt, Aufstiege mit dem Lüneburger SK 1980, 1994, 1998 und 2000. Lüneburgs Sportler des Jahres 1979, 1981 und 1998.

Ralles Traum-Team: Ippig (St. Pauli) - Kocian (St. Pauli) - Körbel (Frankfurt), Studer (St. Pauli) - Neuberger (Frankfurt), Zorc (DFB), Tutas (LSK) - Detari (Frankfurt), Maiwald (LSK) - Wagner (LSK), Klinsmann (Olympiaauswahl).

Tops und Flops

Mein bestes Spiel: Mit Frankfurt in Bielefeld beim 2:2. Ich konnte machen was ich wollte, alles klappte. Drei Gegenspieler habe ich verschlissen.

Mein schlechtestes Spiel: Als Gegenspieler von Okonski beim HSV mit St. Pauli. Schon nach 20 Sekunden wurde ich das erste Mal ausgespielt.

Mein angenehmster Gegenspieler: Frank Mill aus Mönchengladbach. Mit ihm kam ich immer gut zurecht, er hat immer den gleichen Trick versucht.

Mein unangenehmster Gegenspieler: Thomas Doll vom HSV. Der hat mich in einem Derby so richtig vorgeführt. Ich habe sogar Rot gesehen, weil ich ein Frustfoul begangen habe.

Mein schönstes Tor: Natürlich das Siegtor zum 1:0 bei Bayern München mit Pauli.

Mein ärgerlichstes Eigentor: Bislang hat es mich noch nie erwischt.

Mein bester Trainer: Dietrich Weise. Er war mein Förderer, der auch zu mir gehalten hat, wenn es nicht so gut lief.

Mein schlechtester Trainer: Jörg Berger. Er war der Grund, warum ich Frankfurt verlassen habe. Zwischen uns ging gar nichts.

Meine schlimmste Verletzung: Anfang 1993 hatte ich eine Herzmuskelentzündung, konnte zwei Monate nicht spielen. Da hatte ich Glück, überhaupt wieder Fuß zu fassen.

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