"Ich bin fit, motiviert und bereit, meinen Titel zu verteidigen." Das hatte Sören Ludolph aus Amelinghausen kurz vor den deutschen Meisterschaften in Kassel gesagt. Und der 23-jährige Leichtathlet, der jetzt für die LG Braunschweig startet, hat Wort gehalten: Er verteidigte den Meistertitel über 800 Meter erfolgreich, siegte in 1:50,42 Minuten. Es ist das zweite DM-Gold im Männerbereich. Doch damit nicht genug: Mit Jana Sussmann aus Winsen/Luhe sorgte noch eine weitere Leichtathletin aus der Region für eine Top-Leistung. Die Läuferin der LG Nordheide gewann souverän die Konkurrenz über 3000 Meter Hindernis in 10:05,64 Minuten. Sie hatte damit fast zehn Sekunden Vorsprung auf die zweitplatzierte Verena Dreier aus Wenden (10:14,33 Min.).Den ersten Paukenschlag gab es schon vor dem 800-m-Finale der Männer. Ludolphs schärfster Konkurrent Robin Schembera (Leverkusen), der sich unbedingt für die Niederlage im vorigen Jahr in Braunschweig revanchieren wollte, verletzte sich beim Einlaufen, musste auf den Endlauf verzichten. Nach einer ersten "Bummelrunde" zog Sebastian Keiner (Erfurt) nach 500 Metern als Erster das Tempo an. Doch Ludolph ließ sich nicht überraschen und hielt sofort dagegen. Eingangs der Zielgeraden verschaffte er sich die beste Position und spielte dann seine Spurtqualitäten voll aus. Auf den letzten 100 Metern konnte ihm keiner mehr folgen - Sören Ludolph spurtete souverän zu seinem zweiten Titel bei deutschen Meisterschaften.
Wie er das Rennen erlebt hat, schildert Ludolph am Dienstag in der LZ.










