Es gab einen Glückwunsch zum Punktgewinn, aber das war es dann auch. "38 kleine Schritte sind gut, aber nur Unentschieden reichen nicht. Denn mit 38 Punkten steigen wir ab." Harry Pleß, Coach vom Fußball-Oberligisten Hansa Lüneburg, hat seine Spieler nach dem starken 1:1 gegen Regionalliga-Absteiger Goslarer SC am ersten Spieltag gleich zurück auf den Boden der Tatsachen geholt. Klar, er weiß, dass seine Akteure jetzt mithalten können in der eingleisigen Oberliga, dass sie fit sind und an guten Tagen in der Lage, den Top-Teams Paroli zu bieten. Doch Pleß will mehr. Er will nicht nur an den Spieltagen Top-Leistungen, sondern auch im Trainingsalltag. Und der hat ihm bei einigen Akteuren in dieser Woche nicht gefallen. Und deshalb warnt er vor dem heutigen Auswärtsspiel bei Güldenstern Stade (19.30 Uhr) gerade seine etablierten Spieler.
"Keiner sollte sich sicher sein, dass er spielt. Die die hintendran sind, haben super trainiert und drängen in die Mannschaft", erzählt der Coach, der auch feststellte, "dass von anderen im Training nicht so viel gekommen ist". Der Coach will den Konkurrenzkampf im Team schüren, sagt, dass gerade "Spieler wie Classen, Oerzen-Hagemann, Kabay oder auch Detko ihren Platz in der ersten Elf haben wollen. Da ist keiner zufrieden, dass er auf der Bank sitzt".
Und doch weiß der Trainer auch, dass solche Top-Spieler wie Dennis Tornieporth, der am Freitag nachmittag seine Spielgenehmigung aus Barsinghausen bekommen hatte, die Qualität der ersten Elf deutlich erhöht haben. "Dennis ist ein Glücksfall für uns. Er weiß, wo man eine Flanke hinschlägt." Das klappte nicht nur beim 1:0 von N'Djock so, auch andere Mitspieler bediente er gut. Aber natürlich drückt Pleß bei dem Ex-Profi auf die Euphoriebremse: ,,Er war nach dem Spiel völlig platt, hat ein halbes Jahr kein Spiel gemacht."
Zufrieden ist er mit seinem Kader trotzdem, was zeigt, dass die gleichen 18 Spieler mit nach Stade fahren, die gegen Goslar spielten bzw. auf der Bank saßen. Kruse ist weiterhin verletzt, Hackstein verletzt, Gotwich hat Trainingsrückstand. Und Klagholz bekam von Pleß die Freigabe, weil ,,es für ihn nicht unter die ersten 17, 18 reicht". Die Luft ist rauer geworden im Wilschenbruch. "Nur so haben wir eine Chance", weiß Pleß. Zu Gegner Stade sagt er: "Für beide Teams ist das Spiel extrem wichtig. Da wird sich für uns zeigen, wie weit die Mannschaft ist." Wenn es nach Pleß geht, ist seine weiter. "Wir müssen mit der Rolle leben, Favorit zu sein."











Kommentare
Und zu Tornieporth hatte die LZ genau das schon geschrieben, was Andreas Safft hier anmerkt!
Wer lesen und verstehen kann, ist klar im Vorteil...
nach wie vor einen anderen Klub. Sollte aber bis zum 30.08
kein Verein bei ihm vorstellig werden, besteht durchaus die
Möglichkeit ihn bis zur Winterpause zu verpflichten.