"Auf diese Spiele hat man sich ja gefreut." Harry Pleß, Coach des Fußball-Oberligisten FC Hansa Lüneburg, fiebert dem Vergleich mit dem Ex-Zweitligisten SV Meppen trotz aller Personalsorgen entgegen wie ein Teenager seinem ersten Date. "Meppen ist unser bisher stärkster Gegner", meint Pleß vor dem Vergleich am Sonntag (15 Uhr) in Wilschenbruch. Doch er verspricht, ganz anders als vor zehn Jahren in seiner Zeit beim LSK, ein Spektakel: "Früher hätte mir ein 1:0 immer gereicht. Wenn ich es mir jetzt aussuchen könnte, würde ich mir ein 4:3 wünschen."
Doch zunächst zu den Sorgen: E. Krasnikov zog sich in Stade eine große Schürfwunde am Oberschenkel zu, die mittlerweile böse vereitert ist. Beck ist schwer erkältet, sein Einsatz steht ebenfalls in den Sternen. Etwas besser sieht es im Fall N'Kok aus, der sich mit Leistenproblemen plagt. Pleß würde gern zum dritten Mal die gleiche Startelf auf den Platz schicken, stellt sich aber auf Umstellungen ein. Für die Position von E. Krasnikov wie von N'Kok käme zunächst Kabay in Frage. Sollte Beck ausfallen, dürfte Kruse schneller als erwartet zu seinem Comeback kommen. Pleß: "Vielleicht wird es sein erster Arbeitsversuch. Im Kader wird er in jedem Fall stehen." Mindestens bis zum Jahresende fehlen wird dagegen noch Berger, bei dem jetzt ein Bandscheibenvorfall festgestellt wurde.
Der Trainer hat einen "unheimlichen Willen der Mannschaft" festgestellt, bewunderte "prima herausgespielte Tore" und hofft auf eine ähnlich stimmungsvolle Kulisse wie zum Auftakt gegen Goslar. Es wird aber alles stimmen müssen, um gegen Meppen zu bestehen. Die Emsländer fegten zuletzt trotz großer personeller Probleme den hoch eingeschätzten BV Cloppenburg mit 3:0 vom Platz. Coach Johann Lünemann fehlen immer noch sieben Spieler. Verteidiger Banecki, einst Teamkamerad von Ndjock bei TeBe Berlin, wäre wieder frei, wird aber nach dem starken Auftritt der Defensivleute Dogan und Schnettberg nicht automatisch zurück in die Elf rutschen. Vorn haben die 19-jährigen Olthoff und Menke bereits Stammplätze erobert.
Bei Meppen setzt sich die Jugend also allmählich durch, in Lüneburg geht ohne die vielen 18- bis 21-Jährigen im Kader sowieso nichts. "Sie feiern noch etwas zu euphorisch ein Tor", musste Pleß feststellen. Drei Gegentore gegen Ramlingen in den letzten vier Minuten, drei in Stade in fünf Minuten - das kann sich auf Dauer kein Team leisten. Der Trainer sah dabei, dass auch Keeper Walter Schwächen zeigte, zwei Stader Treffer mit verschuldete. Aber Pleß hält an seiner Nummer 1 fest: "Er hat auch mehrere Bälle sehr gut gehalten. Und er trainiert sehr gut, obwohl er einen großen Umbruch im Leben verarbeiten muss." Trotz aller Sorgen - Pleß lässt sich die Vorfreude gerade auf dieses Spiel nicht nehmen. "Wenn am Sonntag wieder ,In Wilschenbruch ist die Hölle los' gesungen wird, dann sind wir auf dem richtigen Weg."











Kommentare
Ja ich sehe das genauso,Torwart muss mal gewechselt werden,weil er jetzt wieder gepatzt hat beim 2:2
Das interessiert den Mädge genauso viel , wie ihn die 3. Mannschaft des MSV Duisburg interessiert
Nach dem Spiel in Stade wird der Wechsel auf der TW-Position mal bitter nötig!!