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Eintracht will nicht nur das Trostpflaster

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Der FC Schalke 04 wartet schon seit 52 Jahren darauf, wieder einmal deutscher Meister zu werden - die SV Eintracht Lüneburg lauert seit mittlerweile 34 Jahren darauf, ihren bisher einzigen Sieg im Fußball-Bezirkspokal zu wiederholen. Am Freitag ab 19.30 Uhr besteht zumindest wieder einmal die Chance, die Hand an den Pott zu bekommen, wenn im Finale der TSV Ottersberg II der Gegner ist. Der klassentiefere Bezirksligist hat automatisch Heimrecht, Lüneburger Fans müssen sich also auf den Weg in den Kreis Verden machen, um ihr Team zu unterstützen.

Ottersberg II, Vierter in der Bezirksliga 3, ist gespickt mit Spielern, die in Ottersberg selbst oder bei Vereinen in der Umgegend (Bassen, Verden, Rotenburg, Bremen) schon Bezirksoberliga oder höher spielten. So Torhüter Hamann und Netzke in der Abwehr, so Schoepe, Becker, Huhn, Hülsemeyer im Mittelfeld, so Kaplan und Grönhoff im Sturm. Netzke, Becker und Mittelfeldmann Abdoulaye gehörten ursprünglich dem Oberligakader an, wurden aber gezielt freigespielt.

Der vielleicht entscheidende Akteur für eine starke Rückrunde mit zehn Siegen in Folge kam dann aber in der Winterpause dazu: der offensive Brasilianer Edson Nascimento dos Santos, der 22 Tore erzielte. Der spielte in der Vorrunde noch beim TV Schneverdingen. Edson ist auch Eintracht-Trainer Carsten Lorenzen besonders aufgefallen, als er sich Ottersbergs 2:1-Überraschung im Halbfinale gegen Bezirksoberliga-Vize Köhlen ansah: ,,Edson und Kaplan gehen vorne ab wie die Teufel, sind schnell und torgefährlich. Und im Mittelfeld hat mich Abdoulaye als ordnende Hand beeindruckt. Das wird ein ganz, ganz heißer Tanz." Der Coach hat heute den kompletten Kader zur Verfügung, leicht angeschlagen sind nur Peyko und Vincent Lorenzen.

Fest steht schon, dass die Eintracht in der kommenden Saison auch im NFV-Pokal auflaufen darf, selbst bei einer Niederlage. Ottersberg II ist als eine zweite Mannschaft nicht spielberechtigt. Die Hasenburger freut, dass sie dieses Ticket schon sicher haben, "aber das wäre auch nur ein Trostpflaster - wir wollen den Bezirkspokal, darauf sind alle heiß", gibt Lorenzen die Stimmung in seiner Mannschaft wider. Und für den noch einmal aus Mainz anreisenden Kapitän Kolle wäre es der ideale Abschied nach gut sechs Jahren.

Kommentare 

 
+4 #4 2010-06-04 12:54
Ich drücke euch ganz doll die Daumen und wünsche euch gaaaanz viel Glück. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass ihr den Pott nach Lüneburg holt!!!
 
 
+3 #3 2010-06-04 09:53
Ich erinnere mich noch genau an den Tag, als der junge Himmelsstürmer Kolle aus England eingeflogen wurde und die Eintracht vor dem Abstieg rettete.
Danach begann eine wunderbare Zeit auf der Hasenburg. Daran hat Kristoffer großen Anteil.
Eines Tages wird er hoffentlich zurückkehren und als Dr. Kolle noch viele Tore für die Eintracht schießen.
 
 
+13 #2 2010-06-04 06:41
Er wird vermutlich als Stand-By-Spieler bleiben, Studium geht allerdings vor, somit wird er nicht mehr regelmässig auflaufen können. Ich bedanke mich für 6 fantastische Jahre mit Herrn Kolle, ein großer Fussballer mit großem Herz geht. Wünsche ihm viel viel Glück für sein Studium und weiteren Lebensweg!!
 
 
+6 #1 2010-06-04 06:38
letzte spiel für kolle???? wechselt er den verein oder hört er wegen studium in mainz auf???? weiß das jemand???
 
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