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TSV Bardowick misst sich mit den Großen

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Für die hiesigen Faustball-Liebhaber war es ein echter Leckerbissen: Der 3. Ilmenau-Cup in der Bardenhalle glänzte mit hochkarätiger Besetzung und Spannung bis zum Schluss. Erst im letzten Spiel des Tages fiel die Entscheidung. Der VfK Berlin besiegte den TK Hannover und gewann damit das Einladungsturnier des TSV Bardowick.


Vier der besten deutschen Faustballmannschaften zeigten ihr Können - neben Berlin und Hannover noch der TV Brettorf, deutscher Vizemeister der diesjährigen Feldsaison, und der Ahlhorner SV. Die 1. Herren des TSV Bardowick ergänzten das Feld. Die Organisatoren konnten die Qualität damit im Vergleich zu den ersten beiden Turnierauflagen noch steigern: "Wir wollen dem Bardowicker Umland Spitzenfaustball bieten und allen die attraktive Sportart weiter vorstellen und bekannt machen", erklärte Cheforganisator Rainer Höfels.

Knapp 200 Zuschauer besuchten die Spiele und hofften auf eine Sensation des TSV Bardowick. Dessen junge Mannschaft verkaufte sich teuer. Die Abwehrreihe mit Domenic Joost, Florian Höfels, Falk Fedders und Jannek Spieswinkel stemmte sich immer wieder erfolgreich gegen die schnellen und genauen Schläge der Bundesligaangreifer. Im Angriff suchten Lasse Ristow und Florian Reukauf die Lücken beim Gegner.

Nach einem 7:11 und 6:11 gegen Hannover lagen die Bardowicker gegen Berlin zeitweise sogar in Führung, ehe sie mit 7:11 und 9:11 verloren. Gegen Brettorf folgte ein 3:11 und 8:11, dann aber klappte doch noch ein umjubelter Satzgewinn beim 5:11, 11:5 und 7:11 gegen Ahlhorn."Für die Jungs ist es eine tolle Gelegenheit, sich mit Spitzenmannschaften zu messen", meinte Trainer Heinz Lux. In der Feldsaison schaffte seine Mannschaft gerade den Aufstieg in die Verbandsliga, das soll jetzt auch in der Halle gelingen.

Auch den vier Bundesligisten passte das Turnier gut in den Vorbereitungsplan zur in zwei Wochen beginnenden Hallensaison. "Bisher fand das Turnier immer im März nach dem Ende der Saison statt. Dieser Termin im Oktober kommt deutlich besser an", stellte Höfels fest.

Der lange Turniertag bildete eine gute Trainingseinheit. Nachdem Berlin und Hannover je drei Spiele gewonnen hatten, wurde ihr Aufeinandertreffen zu einem echten Endspiel – und zum Duell der Angreifer. Auf der einen Seite Berlins Lukas Schubert, der zum deutschen Weltmeisterteam 2011 gehörte. Auf der anderen Seite Hannovers Hüne Martin Becker. Er lieferte wieder mal die größte Show. Seine Aktionen - ob hammerharte Aufschläge oder gekonnte Blocks - sind nach wie vor beste Unterhaltung. Am Ende ging der Sieg aber nicht wie im Vorjahr in die niedersächsische, sondern in die deutsche Hauptstadt: Mit 11:9, 10:12, 11:2 und 11:3 gewann Berlin.

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