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Sport ächzt unter einem großen Sanierungsstau

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Schimmel an den Wänden, veraltete Heizungs- und Elektrotechnik, Löcher in der Decke - schlimm steht es um manche Sportstätte in und um Lüneburg. Aber nicht nur hier. 40 Prozent der Sportanlagen in den alten und 70 Prozent in den neuen Bundesländern sind sanierungsbedürftig, betont der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in einer Studie. Der DOSB macht generell einen "großen Sanierungsstau" geltend.

Den gibt es auch in Lüneburg. Vergebens hatte man auf einen warmen Geldregen aus dem EU-Konjunkturpaket II gehofft. 8,5 Millionen Euro flossen stattdessen in das Luhmühlener Vielseitigkeitsgelände - "förderrichtlinienwidrig", wie das Lüneburger Verwaltungsgericht entschied, als das Geld verbaut war. So blieben andere Projekte in der Warteschleife. Groß ist der Bedarf vor allem in der Herderschule sowie im Schulzentrum Kaltenmoor.

In der Herderschule mag angesichts der heruntergekommenen Anlagen kaum noch ein Schüler oder Sportler duschen, eine Sanierung soll im kommenden Jahr durchgeführt werden. Erledigt sind dagegen bereits Oedeme, Im Grimm und der Lünepark, auf dem Kreideberg nahe der Christianischule hat ein Neubau die marode Halle ersetzt. Aufgaben, die vor allem die Kommunen zu schultern haben. Auch mit Blick auf Emissionen und auf die Nebenkosten für Energie und Wasser. Wo weder Fenster noch Wände ordentlich isoliert sind, geht das gewaltig zu Lasten der Umwelt und ins Geld.

Freianlagen und Sportplätze gehören in der Regel den Vereinen oder wurden zumindest von ihnen gepachtet. Sorgenkinder beim Fußball sind vor allem das LSK-Stadion in Wilschenbruch sowie der Platz in der Goseburg, der dem Ochtmisser SV gehört, der aber vom VfB Goseburg genutzt wird. Mal ist beim THC Lüneburg die Heizung kaputt, mal fällt beim Ruder-Club Wiking Bedarf für ein neues Gebäude an - in all diesen Fällen kann die Stadt nur Zuschüsse bewilligen. Ein Sonderfall war der ESV Lüneburg, der seine Halle am Bahnhof verlor, mit der Entschädigung aber die dringend nötige Renovierung auf dem Lüner Gelände vornehmen konnte.

In den umliegenden Orten hängt viel davon ab, wieviel Geld die jeweiligen Gemeinden dem Sport gönnen können und wollen. Auch hier stehen moderne Anlagen wie etwa in Hohnstorf so mancher Schrottimmobilie gegenüber.

Unsere Frage an Vereinsverantwortliche wie auch an "normale" Sportler und Fans: Wo sind die Schandflecke des Sports in Stadt und Kreis Lüneburg, wo ist der Sanierungsbedarf besonders hoch ? Mailen Sie uns Ihre Erfahrungen, am besten mit entsprechenden Fotos, an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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