Bronze für Lisa Maria Heinemann: Die erst 14-jährige Kämpferin des SV Ilmenau unterstrich bei den Deutschen Meisterschaften im Ju-Jutsu einmal mehr ihr Talent und kam in der Altersklasse U 18 aufs Treppchen. Die Starter des KS Lüneburg konnten dagegen die hoch gesteckten Erwartungen nicht erfüllen.Lisa Marie Heinemann ging im oberfränkischen Bad Staffelstein in der Gewichtsklasse bis 70 kg in einem stark besetzten Teilnehmerfeld auf die Matte. Gekämpft wurde in einem Doppel-Pool. Die Deutsch Evernerin musste gleich bei ihrem ersten Auftritt gegen die spätere deutsche Meisterin Annalena Bauer von der TG Höchberg ran. Dabei riss durch einen Full Ippon ihre Siegesserie von 20 Erfolgen auf den letzten neun Turnieren. Danach setzte sie sich aber gegen Lara Mak (Arashi Sindelfingen) mit einem Full Ippon durch und belegte zusammen mit Stephanie Koch (JC Limburg) den hervorragenden dritten Platz.
Mit einem Platz auf dem Treppchen hatte Michel Babagnak (Männer, -85 kg) vom KS Lüneburg fest gerechnet. Doch er stand sich selbst im Weg. Gegen seinen Auftaktgegner Nico Patschke (Schönebeck/Sachsen) blieben die Wurfansätze zu halbherzig, die Schlag- und Tritt-Techniken waren nicht explosiv genug. 4:11 und Trostrunde hieß es am Ende. Dort fand er zu alter Stärke zurück, gewann seinen ersten Kampf durch Full Ippon und auch den zweiten Auftritt vorzeitig. Doch er und sein Kontrahent waren mit den Köpfen zusammengestoßen. Babagnak hatte eine Prellung des Sehnervs erlitten, sah zeitweise doppelt und verlor durch dieses Handicap ein erneutes Duell gegen Patschke - Rang fünf.
Auch Max von der Ohe (U 21, -62 kg) vom SV Ilmenau wurde mit einer vorzeitigen Niederlage zum Auftakt in die Trostrunde geschickt und erhielt sich mit zwei deutlichen Siegen die Medaillenchance. Doch den Kampf um Bronze verlor er höchst umstritten.
Chancenlos war Nina Bohrs (Damen, -55 kg) vom KSL. Sie unterlag zum Auftakt der späteren Titelträgerin Andrea Pflefka (Bamberg) und verabschiedete sich mit einer weiteren Niederlage aus dem Ju-Jutsu-Wettkampfgeschehen.
Ein beachtliches DM-Debüt gab ihr Vereinskamerad Simon Pischke (U 18) in der leichtesten Gewichtsklasse bis 50 kg, der selbst nur 42 kg auf die Waage bringt. Gegen den späteren Meister Sergej Balbutzki (Hamburg) war er chancenlos, in der Trostrunde gegen Lokalmatador Sebastian Hartendauer hielt der Lüneburger den Kampf offen, musste sich aber bei einem 17:17 durch eine Unterbewertung geschlagen geben.









