Rund ein Jahrhundert hat es gedauert, bis der Lüneburger SK am Ende war. Keine elf Monate ist es her, dass der FC Hansa gegründet wurde - und schon wünschen sich viele angesichts der Querelen ein möglichst schnelles Ende des Vereins herbei. Warum nicht einfach wieder unter dem Namen LSK an alte Erfolge anknüpfen wollen? Die Verzweiflung muss groß sein...
Zur Erinnerung: Der Lüneburger Sport-Klub von 1901 e.V. befindet sich seit fast acht Jahren in einem Insolvenzverfahren, das wahrscheinlich nur durch den Verkauf der Anlage in Wilschenbruch beendet werden kann. Und dann? Auf diese Frage gibt es immer noch keine überzeugende Antwort. Gewichtige Argumente sprachen vor einem Jahr dafür, sich vom belasteten Namen LSK zu lösen und einen Neuanfang mit Dritten zu versuchen. Der misslang den Verantwortlichen grandios.
Die meisten Spieler machen weiter, doch die Zukunft des FC Hansa ist ungewisser denn je. Reicht das dem Team jetzt zugesagte Geld wirklich bis Saisonende? Findet sich am 17. Februar ein neues Präsidium mit frischen Ideen? Oder endet der Streit mit der SEG, die Forderungen in fünfstelliger Höhe gegenüber dem Verein erhebt, gar in der Insolvenz des FC Hansa?
In diesem Fall müsste sich keiner mehr Gedanken um die Oberliga machen, denn dann müsste die Mannschaft automatisch absteigen. Ihr aber wieder die insolvente Hülle LSK überstreifen? Es wäre eine Rolle rückwärts, die kein einziges der alten und neuen Probleme lösen würde. Ob der Club LSK, FC Hansa oder Grün-Gold Posemuckel heißt, ist im Prinzip immer noch egal. Denn der Name ist nur Verpackung. Auf den Inhalt kommt es an.
Andreas Safft










