Der Lüneburger SK steckt in einer Krise. In einer viel tieferen Krise, als dass sie jetzt durch einen Trainerwechsel oder ein paar markige Ansprachen an die Spieler beendet werden könnte. Dem Verein bricht die Basis weg. Die Reserve, vor gar nicht so langer Zeit Niedersachsenligist, ist aktuell Schlusslicht in der 1. Kreisklasse. Der LSK war zudem über viele Jahre Nummer 1 der Region im Nachwuchs, wovon die Erste immer profitierte. Heute gibt es keine U17 und U15 mehr. Den A-Junioren droht in die Bezirksebene abzustürzen. Es bröckelt an allen Enden.
Wie schnell diese Entwicklung das Oberliga-Team treffen kann, zeigt die Torwartfrage. Alexander Walter ist gesperrt - wer soll zwischen die Pfosten? Die Reservekeeper aus dem Vorjahr kamen mit dem damaligen Trainer nicht klar, einer spielt jetzt in Scharnebeck, der andere in Dassendorf. Es gab zwei talentierte A-Junioren, einer wechselte zum MTV Treubund, der andere nach Bergedorf. Und schon ist die Not groß vor der so wichtigen Partie gegen Bückeburg.
Ohne eine gesunde Basis kann der LSK sich mittelfristig nicht in der Oberliga halten. Nur darüber klagen, dass die bösen anderen Vereine laufend mit Geldscheinen wedeln, um die besten Talente abzuwerben, hilft auch nicht weiter. Denn der LSK muss gewaltig aufpassen, dass er auch in Zukunft überhaupt noch Talente hervorbringen kann.
Andreas Safft











Kommentare
Naja, nicht vollständig zutreffend beobachtet. Das konnte der LSK nämlich noch nie...