Es gibt diese Kicks, die schon am Montag wieder vergessen sind. Und es gibt Fußballspiele, von denen man wahrscheinlich noch seinen Enkeln erzählen wird. Torfluten, Aufholjagden, Sensationen - alles gab es in der Hinserie. Vor allem der SVI, Vastorf und Barendorf waren für jede Schandtat gut. Unsere Top 7:
SV Ilmenau - TSV Bienenbüttel 5:6
Der pure Wahnsinn in Melbeck an einem Nachmittag, an dem zwei Mannschaften das Verteidigen schlicht und einfach vergaßen. Der SVI führte schon 4:2, kassierte in Unterzahl drei Treffer, schaffte tatsächlich noch den Ausgleich - und fängt sich das 5:6 in der Nachspielzeit. “Alles ist möglich. Nur ein Remis gibt es bestimmt nicht”, hatte SVI-Coach Oliver Klose geunkt. Er dürfte wie auch seine Spieler und die Fans innerhalb von 90 Minuten um Jahre gealtert sein - alle anderen hatten so viel Spaß, wie man an Fußball überhaupt nur haben kann.
SV Ilmenau - TuS Neetze 3:4
Spektakel auch im folgenden Heimspiel des SVI. Neetze legte in der 80. Minute das 4:1 vor, aus lauter Frust hämmerte Hattendorf vom Anstoßkreis weg den Ball ins Tor, ließ gleich noch ein Tor folgen - und plötzlich wurde es wieder sehr spannend. Doch wieder bleibt den Melbeckern das Happy-End verwehrt.
LSK - VSK Osterholz-Scharmbeck 6:5 n.E.
NFV-Pokal, 90. Minute, Spielstand 1:1 - Torben Tutas läuft zum Strafstoß an und verschießt. Beim anschließenden Elfmeterschießen lässt er lieber fünf andere Lüneburger ran, die alle treffen. "Ich dachte mir, wenn ich schon im Spiel nicht treffe, dann wenigstens im Elfmeterschießen", meinte der entscheidende Schütze Stefan Richter.
VSK Osterholz-Scharmbeck - LSK 6:1
Lag’s am Polterabend von Kapitän Maik Kruse? An einer zu laschen Einstellung? Oder einfach an der alten LSK/Hansa-Tradition, besonders gern gegen abgeschlagene Schlusslichter zu verlieren? Auf alle Fälle bekam der LSK richtig Kloppe beim VSK, der ansonsten in der kompletten Hinrunde nur 11 Mal traf.
TuS Lüchow - Vastorfer SK 3:3
Selten hat der Begriff einer gefühlten Niederlage so gepasst. Vastorf führte bis zur 64. Minute 3:0 beim mittlerweile abgeschlagenen Schlusslicht, fing sich dann noch drei Kirschen ein. “So schlecht habe ich eine Vastorfer Mannschaft lange nicht mehr gesehen", ärgerte sich Trainer Andreas Zeidler. Im Rückspiel wurde die Anzahl der Tore gar noch verdoppelt: 8:4 für Vastorf.
TuS Barendorf - SV Wendisch Evern 5:4
Wenn Barendorf spielt, hat die Langeweile keine Chance. 4:3 nach 1:3-Rückstand gegen Soderstorf, ebenfalls 4:3 gegen Erbstorf und zweimal 3:3 innerhalb von nur 14 Tagen gegen den VfL Lüneburg. Die Krönung des Ganzen war das 5:4 gegen Wendisch Evern. Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit führte der TuS klar mit 4:1 - eine Viertelstunde später stand es 4:4 und am Ende jubelte wieder Barendorf. “Das war ein großer Nachmittag für alle Beteiligten”, meinte TuS-Coach Andreas Langhoff, der in 17 Spielen 88 Tore miterlebte - so viele, wie keiner seiner Trainerkollegen.
Dannenberg - Eintracht 1:10
Die Gastgeber mussten vor diesem Bezirkspokalspiel ja unbedingt auf die ungünstige Anstoßzeit mittwochs um 18.30 Uhr bestehen. Die Quittung: Die zwar dezimierte, aber hochmotivierte Eintracht ließ das Wendland mal so richtig wackeln.










