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Halbzeitbilanz III: Die Arbeiter- und Künstlerliga

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Für die einen ist es nur Freizeitfußball. Für die anderen die Klasse der Abzocker und Wandervögel. Doch wenn die Fußball-Bezirksliga etwas nicht ist, dann ein Hort der Langeweile. Schon gar nicht in dieser Saison, in der es oben wie unten richtig spannend zu werden verspricht. Auch dank diverser Clubs aus unserer Region.

Eine Partie wie das 5:6 des SV Ilmenau gegen Bienenbüttel konnte es nur in der Bezirksliga geben. Gerade diese beiden Clubs, so verschieden sie doch auf den ersten Blick wirken, sorgen immer wieder für das größte Spektakel. Die gewissenhaften Arbeiter aus Melbeck sind ebenso wie die Künstler aus Bienenbüttel reif für die Landesliga, zumal man auch beim SVI zu zaubern und beim TSV zu schuften versteht. Ärgerlich nur, dass es mit dem MTV Dannenberg einen dritten richtig starken Kandidaten gibt. Alle drei haben das Niveau, das in den Vorjahren meist nur ein Team aufzuweisen hatte. Der SVI punktet zuverlässig gegen die Kleinen, hat aber in den Topspielen noch nichts gerissen. Bienenbüttel geht es eher umgekehrt. Topfavorit ist daher wohl doch Dannenberg, denn die Defensive gewinnt Meisterschaften - und da hat der MTV die Nase vorn.

Von Neetze war vielleicht ein wenig mehr zu erwarten als nur ein Schützenfest nach dem anderen gegen die Kellerkinder. Gellersen und der starke Neuling Eintracht II können sich auf eine entspannte Rückrunde freuen. Scharnebeck ist eigentlich zu gut besetzt und zu stabil, um noch zittern zu müssen. Ganz im Gegensatz zu Vastorf. Der Aderlass war gewiss groß - aber war ein dermaßen starker Einbruch zu erwarten? Wenn der VSK noch ein bisschen nachbessern kann, sollte er eine gute Chance haben, Wieren vom Relegationsrang zu verdrängen. Ob der kleine Dorfclub ohne großen Unterbau aber auf Dauer in die Bezirksliga gehört? Gespräche mit Barendorf oder Neetze drängen sich wohl eher auf als das Klassehalten mit aller Macht.

Sorgen bereitet das mangelnde Niveau im Keller. Ebstorf und Lüchow haben in dieser Klasse definitiv nichts zu suchen, wenn immer wieder Gegner nach 9:0-Siegen klagen, dass sie eigentlich 15 Tore hätten schießen müssen. Und es wird sicher nicht besser, wenn zum Beispiel der im Vorjahr von Bardowick in der Relegation vorgeführte FC Samtgemeinde Gartow als Aufsteiger praktisch schon feststeht, ebenso wie das Roscher Fahrstuhlteam.  Aber man will ja nicht alle Nase lang wieder eine Ligareform verlangen.

Andreas Safft

Im letzten Teil folgt ein Blick auf den Kreisfußball.

=> Auszeit Halbzeitbilanz III: Die Arbeiter- und Künstlerliga