Es ist das Spiel der Spiele für die Volleyballer der SVG Lüneburg, auf das sich alle seit Wochen freuen. Der Spitzenreiter der 2. Liga empfängt am Sonnabend (20 Uhr, Gellersenhalle) den Topfavoriten Titans Bergisches Land. Die Wuppertaler reisen mit Profis aus Polen, Dänemark, Finnland und Kanada an, werden gecoacht von der deutschen Volleyballlegende Georg Grozer. Doch elf Siege in Folge haben auch das Selbstbewusstsein der SVG wachsen lassen.
"Der Druck lastet auf Wuppertal", betont Lüneburgs Trainer Ronnie Karohs, "die müssen aufsteigen, wir dagegen können völlig befreit aufspielen." Doch der Coach weiß, dass alles passen muss, damit die Revanche für das 2:3 im Hinspiel gelingt. Karohs: "Wuppertal hat uns damals ein bisschen unterschätzt. Aber jetzt sind sie gewarnt und werden sehr konzentriert sein." Die Titans nehmen das Spiel sehr wichtig, reisen schon heute an, um vor dem Spiel noch einmal trainieren zu können.
Die Rahmenbedingungen und das Personal sprechen eindeutig für die Bergischen. Den dänischen Diagonalangreifer Peter Lyck Hansen haben die Lüneburger besonders auf dem Zettel. Karohs hebt aber auch den starken Block- und Abwehrverband der Gäste hervor, gegen den man schon auf Risiko gehen muss, um punkten zu können: "Mit Sicherheitsaufschlägen werden wir da nicht sehr weit kommen." Pünktlich zum Topspiel hat die SVG wieder alle Mann an Bord, nachdem auch Utermöhl wieder eingestiegen ist. Urbatzka bekam beim Training im Block eins auf die Nase, Schlien plagt ein Magendarm-Virus - beide wollen das Gipfeltreffen aber auf keinen Fall versäumen.
Die eher durchwachsenen Auftritte bei den 3:1-Siegen in Braunschweig und Berlin hat Karohs abgehakt: "Wir werden eine Schippe drauflegen müssen. Aber das weiß jeder, da muss ich niemanden antreiben." Er baut auch auf den siebten Mann, das lautstark mitgehende Publikum. "Ein großer Vorteil von uns ist es, dass wir mit unseren Fans auch scheinbar verloren geglaubte Spiele noch drehen können", so SVG-Kapitän Lars Pickbrenner.
Da es wohl rappelvoll in der Halle wird, sollten Fans den Vorverkauf nutzen: bei der LZ-Veranstaltungskasse Am Sande und im Restaurant "Alexander der Große", Kirchgellersen, bis Sonnabend sowie beim Kreissportbund, Neuetorstraße, am heutigen Freitag, 10 bis 13 Uhr.










