
Der Nimbus der Unbesiegbarkeit ist zerstört, aber das können die Volleyball-Männer der SVG Lüneburg II verschmerzen. Denn vor der ersten Saisonniederlage hatte der Verbandsligist vorzeitig schon die Meisterschaft und den Aufstieg in die Oberliga perfekt gemacht.
Was zuvor nach zwölf Siegen in zwölf Spielen ohnehin nur noch eine Formsache war, vollendeten die Lüneburger zur Krönung der Erfolgssaison gegen ihren letzten verbliebenen Verfolger: Der TSV Hollern-Twielenfleth, der ihnen theoretisch den Titel noch hätte streitig machen können, musste sich der SVG an derem vierten Heimspieltag nach hartem Kampf nach 80 Minuten mit 2:3 geschlagen geben.
In einem Spiel mit allen Höhen und Tiefen begann die SVG stark. Die Angriffe des Gegners wurden gut geblockt, dadurch entwickelte sich der eigene Spielaufbau variabel. Ein 25:21 war die Folge. Doch die Gäste glichen durch ein 25:20 aus und gaben sich auch noch nicht geschlagen, als die Lüneburger mit Hanspeter Mohwinkel als neuem, effektivem Außenangreifer den dritten Satz mit 25:17 sicher gewannen.
Was dann folgte, war desolat: 10:25 ließ sich der designierte Meister vorführen und in den Tie-Break zwingen. Doch die Mannen von Trainer Thomas Koch rappelten sich wieder auf und legten bis zum Seitenwechsel ein 8:5 vor. Als Hollern noch einmal aufholte (11:10), schwor der Coach seine Mannschaft bei einer Auszeit neu ein. Marco Piwecki, erneut stark als Außenangreifer und Annahmespieler, schlug dann vier gute Aufschläge, am Netz stellten Dominik Mau und Jens Möhring drei unüberwindbare Blocks in Folge - 15:10, die Entscheidung nicht nur in diesem Match, sondern auch im Titelkampf.
Nach einer kleinen, spontanen Meisterfeier während der einstündigen Pause kam, was fast kommen musste: Die Konzentration war dahin, der Buxtehuder SV durfte einen 3:2 (25:23, 26:24, 19:25, 14:25, 16:14)-Erfolg mit nach Hause nehmen. Nach einem 0:2 war sogar noch die Wende möglich. Die SVG glich aus und führte im Tiebreak schon 14:11, vergab aber nicht nur die drei Matchbälle, sondern ging nach 99 Minuten auch noch erstmals in dieser Saison geschlagen vom Feld. In diesem Spiel konnte besonders Christian Köbrich-Leon, der sein letztes Saisonspiel bestritt, als Außenangreifer überzeugen.











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Respekt, 5 Sätze in 80 Minuten?