Vor dem Endspurt in der 2. Volleyball-Bundesliga Nord haben die Männer der SVG Lüneburg neue Energie getankt, nach dann 20 Tagen Spielpause geht es am kommenden Wochenende nun mit zwei Spielen innerhalb von 24 Stunden in die Vollen. Dabei steigt am Freitag (19.30 Uhr) der Abstiegskrimi beim SV Warnemünde. Am Sonnabend (20 Uhr) folgt die nächste Auswärtshürde beim TSV Giesen/Hildesheim.Seit Wochen liegt der Fokus bei der SVG auf dem Warnemünde-Spiel, das am 30. Januar zunächst dem Winter zum Opfer fiel. Nun also der zweite Versuch in der Sporthalle im Gerüstbauerring in Rostock-Groß Klein. "Wir sind alle heiß und fit. Ich sehe gute Chancen für uns in Warnemünde", drückt Jannis Koch die optimistische Stimmung im Team vor der Reise an die Ostsee aus.
Der gleich folgende Auftritt gegen den Zweiten Hildesheim ist für den Außenangreifer und -annahmespieler "erstmal nebensächlich", was nicht heißen soll, dass er die SVG dort chancenlos sieht. Aber erst einmal gilt es, den punktgleichen Hauptrivalen im Kampf um den Klassenerhalt zu überholen. "Und wenn das gelingt, fahren wir am Sonnabend mit so großem Selbstvertrauen wieder los, dass auch gegen Hildesheim ein Sieg drin ist. Vier Punkte: Das würde mir meinen Geburtstag so richtig versüßen", wünscht sich einer der Erfahrensten des jungen Teams - der nun gerade einmal zarte 22 Jahre alt wird.
Koch, der auch bei einem Abstecher zum USC Braunschweig schon in der 2. Liga spielte, gehörte zu Saisonbeginn zu den Skeptikern, ob Neuling SVG Lüneburg konkurrenzfähig sein würde. Längst hat das Team das bewiesen. Doch ständigen Überraschungen und das unerwartete 0:3 der Lüneburger in Delbrück am 23. Januar ("unsere unnötigste Niederlage") waren zeitweise Tiefschläge besonders für Jannis Koch, der als launisch gilt, sich auch eigene nicht so gute Auftritte besonders zu Herzen nimmt. "Richtig schlecht war ich aber nur in Delbrück, sonst habe ich meine Leistung eigentlich gebracht." Gesundheitlich angeschlagen war er zudem, auch besonders gefordert in seinem dualen Studium bei Philips, einer Kombination aus Ausbildung und Studium zum Wirtschaftsingenieur.
"Ich habe am Jahresanfang immer einen kleinen Hänger, das liegt auch am Wetter. Jetzt bin ich aber raus aus dem Tief und habe wieder richtig Lust auf Volleyball", klingt Koch vor dem Kellerduell in Warnemünde angriffslustig und setzt noch einen drauf: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir vier unserer letzten sechs Spiele gewinnen - und dann müssten wir ja wohl durch sein."
Im Reisebus, den die SVG nach Warnemünde einsetzt, sind noch einige wenige Plätze für Fans frei. Abfahrt: Freitag, 15 Uhr, Reppenstedt. Preis (inkl. Eintrittskarte): 10 Euro. Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.










